Freiherr-von-Vincke-Realschule

Die Ganztagsrealschule in Minden

Jahrgang 9

2017/18

Jetzt drehen wir das Theater um! 

Jeder hat sich sicher doch schon mal gefragt, wie es hinter den Kulissen im Stadttheater aussieht. Wir, die Klasse 9b, konnten dies herausfinden.

Deshalb trafen wir uns am 19.06.2018 mit Frau Peters um 8:30 Uhr vor dem Stadttheater in Minden. Zuerst wurden wir von unserer Theaterführerin Zoey Pape auf die Grundregeln zum Verhalten im Theater hingewiesen. Jeder musste zum Beispiel jedem die Türen aufhalten, denn diese waren schwer und sollten nicht „zukrachen“, was dann im ganzen Theater zu hören wäre. Danach gingen wir zu der teuersten Sitzreihe im ganzen Theater, die sich im ersten Rang befindet. Von diesen Plätzen sah die Perspektive schon ganz anders aus. Die Bühne war direkt vor uns und wir konnten alles genau erkennen. Wusstet ihr eigentlich, dass nur 13 Mitarbeiter in so einem großen Stadttheater arbeiten? So zum Beispiel die Theaterintendantin, Bürokräfte, Putzkräfte, ein Veranstaltungstechniker und ein Hausmeister. Da das Mindener Theater ein „Gastspielhaus“ ist, hat es kein eigenes Theaterensemble, sondern es werden Theaterstücke, Operetten, Opern usw. für Minden „eingekauft“. So entsteht das Theaterprogramm für eine ganze Saison.  

Anschließend gingen wir zum ,,Swimming Pool“ in den Keller. Darunter könnte man sich zuerst ein Schwimmbecken vorstellen, doch so war es nicht. Im Keller standen nämlich mehrere große Behälter mit viel Wasser drin, damit die Feuerwehr im Fall der Fälle Löschwasser zur Verfügung hat. An der Decke sah man viele Rohre, die in den Theatersaal bzw. Zuschauerraum führten, die sogenannten Lüftungszufuhren, denn jeder Sitz im Theater über uns hat seine eigene Lüftung. Schließlich gelangten wir in die Schminkräume, wo die Schauspieler für ihren Auftritt zurechtgemacht werden. Manchmal schminken sich die Schauspieler aber auch selbst. Schauspieler werden sehr stark geschminkt, weil das Bühnenlicht viel Farbe/Schminke schluckt. Dann betraten wir den Orchestergraben. Dort konnte man die Bühne runterfahren, um besondere Effekte zu erzielen. Hier sitzt aber auch das Orchester. Danach ging es direkt weiter zur Theaterbühne. Es sah dort ziemlich leer aus, da zurzeit Theaterpause war und alles im Theater aufgeräumt, repariert und geputzt wird. 

Von hier aus eröffnete sich uns eine ganz neue Perspektive, denn wir schauten genau auf das Publikum, wo wir normalerweise immer sitzen, wenn wir das Theater besuchen. Hinter dem roten Vorhang gibt es einen eisernen Vorhang, welcher aus Metall ist und als Feuerschutz dient, falls es brennen sollte. Zum Schluss durften die Schüler/innen, die wollten und auch keine Höhenangst haben, mit Zoey auf den Schnürboden ganz oben im Theaterdach steigen. Dieser befindet sich direkt über der Bühne in 16 Metern Höhe. Schnell waren die 2 Stunden wie im Flug vorbei, da Zoey Pape uns alles anschaulich und lustig präsentiert hatte. Im Ganzen waren es spannende und tolle Stunden, denn es war aufregend, das Theater mal aus einer anderen Perspektive zu erleben.

Anja Kauz, Laura Gerstner und Selina Schreiber, 9b

Klärwerk: schon mal gehört?

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wo unser Abwasser hinfließt und wie es gereinigt wird, sodass es wieder als Trinkwasser genutzt werden kann? Aufgrund unseres Themas „Wasser“ in dem Fach Sozialwissenschaften im Jg. 9 konnten wir dies im Klärwerk Minden-Leteln  herausfinden.

Am Dienstag, 10.07.2018,  ging es mit Frau Peters und den Sowi-Leuten per Bus auf zum Klärwerk nach Leteln. Zuerst empfing und begrüßte uns Herr Gahre, der Leiter des Klärwerks, freundlich und locker. Dann führte er uns in einen großen Raum und erklärte uns die ersten 10 Minuten die wichtigsten Grundregeln, die wir während der Besichtigung beachten sollten, z.B. war das Rauchen, Essen & Trinken während der Führung verboten.

Außerdem gab er uns kurz allgemeine Informationen zum Klärwerk selbst wie z.B. die Anzahl der Mitarbeiter oder Ausbildungsstellen und stellte uns zum Thema bezogene Fragen, um unser Wissen über das Klärwerk und das Abwasser zu testen.

Danach führte Herr Gahre uns nach draußen zu den verschiedenen ca. 10m tiefen Abwasserkanälen, durch die das Abwasser der Stadt Minden und aus Teilen Petershagens hier nach Leteln fließt,  wobei das Abwasser dann hochgepumpt wird zur mechanischen Reinigung.

Außerdem zeigte er uns, wie die mechanische Reinigung mithilfe riesiger Rechen funktioniert, wobei das Abwasser von Abfall wie Klopapier, Ohrstäbchen und Feuchttüchern gelöst wird. Dabei stellten wir fest, dass viele Dinge in das Abwasser hineingeworfen werden, die dort nicht hingehören.

Nach der mechanischen Reinigung schauten wir uns die vielen biologischen Reinigungsbecken und Maschinen an, die das Abwasser mithilfe von Schlamm, Sauerstoff und Bakterien z. B. durch Sedimentierung reinigen.

Um 11:30Uhr hatten wir eine Frühstückspause und hielten uns im Gebäude in der Nähe der Weser auf, wo das fast saubere Abwasser nochmals durch verschiedene Stoffe wie Kohle und Kies gereinigt wird, sodass es so durchsichtig wie sauberes Wasser aussieht. Von hier aus gelangt das Wasser in die Weser, wo es „natürlich“ weiter gereinigt wird und dann irgendwann ins Wasserwerk gelangt, wo es dann als Trinkwasser aufbereitet und über Wasserrohre in die Haushalte gelangt.

Danach hatten die mutigen Schüler die Möglichkeit die zwei großen „Eier“ (Faultürme für den Klärschlamm) hinaufzusteigen und die Sicht von oben über Minden hinweg zu genießen.

Allgemein können wir sagen, dass der Ausflug ins Klärwerk sehr informativ war und Spaß gemacht hat. Wir durften jederzeit Fragen stellen, falls etwas unklar war. Und es war interessant zu sehen, wie unser „dreckiges und benutztes“ Wasser durch einen langen Prozess wieder zu sauberem Trinkwasser wird, was natürlich Geld kostet, weshalb alle Bürger Abwasserkosten zahlen müssen.

Melanie Ruskewitsch, 9b 

 

2015/16

 Mixedday

Neugier für technische Berufe bei den Mädchen wecken und die Jungen für soziale Berufe interessieren – mit dieser Zielsetzung sind die Jungen des Jahrgangs 9 in den Diakonischen Werkstätten in der Friedrich-Wilhelm-Straße zu Gast gewesen und haben die behinderten Beschäftigten begleitet, aber auch das Berufsfeld der nicht behinderten Mitarbeiter als Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung erkundet. In einem Seniorenheim der AWO, unserem Kooperationspartner, erlebten die Jungen den Arbeitsalltag von Altenpflegern und Ergotherapeuten. In mehreren Kindertagesstätten der AWO wurden die Jungen begeistert von den Kindern begrüßt.

Für die Mädchen gab es von 8.00 – 12.30 Uhr praktische Arbeit in den Ausbildungswerkstätten von Melitta, ABB und  Wago. Der Umgang mit Metall, aber auch die Arbeitsfelder der Elektroniker wurden erkundet. Bei Melitta bauten die Mädchen zusammen mit ehemaligen Vincke- Schülern eine Taschenlampe aus einer Plastikwasserflasche.

Nach dem Vormittag mussten die Erlebnisse in der Klasse präsentiert werden – über die durchweg positive Resonanz freuten sich die Politiklehrkräfte und hoffen, dass sich einige der Mädchen  und Jungen nach diesem besonderen Tag für ein Betriebspraktikum im gewerblich-technischen bzw. sozialen Bereich entscheiden.

CO, 01.11.2015
















vom Hospizkreis Minden

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